Rahlstedter SC - Eintracht Norderstedt 0 : 1
23.11.2009
Beide Teams trotzten der Grippe (durch entsprechend großen Kader), dem Wettergott (seifiger, tiefer Untergrund) und boten den
Zuschauern ein interessantes Match. Beide Mannschaften kannten sich bereits von einigen Kleinfeld- und/oder Hallenturnieren der letzten Monate. Die Bilanz zeigte bisher ein Remis (1 : 1), eine
Niederlage (2 : 4 HFV Futsal) und 2 Siege unserer Jungs (2 : 0 und 2: 1) in Lübeck. Während der ersten Hälfte stand der RSC zum ersten Mal
in dieser Saison sehr tief gestaffelt und wollte dem aktuellen Tabellenstand somit Tribut zollen, damit uns nicht das gleiche Schicksal wie den "96 ern" vom FC St. Pauli ereilt. Diese
verloren nämlich vor einer Woche mit 1 : 7 gegen den Regionalligaanwärter. Ein Angriff nach dem nächsten wurde von unserer Abwehr zunächst erfolgreich abgewehrt. Wie das
so ist, hilft dann auch oft das Glück dem Tüchtigen, diesmal einmal in Form der Torlatte. Nach einiger Zeit der Eingewöhnungsphase betreffend des Gegners und des ungewöhnlich rutschigen Rasens,
der beiden Teams zu schaffen machte, wurden erste Gehversuche in Form von leisen Kombinationsansätzen in Richtung des gegnerischen Tores auf Seiten des RSC sichtbar. Nach einem Angriff des
Gegners, einem missglücktem Befreiungsschlag auf unserer Seite und der entsprechenden druckvollen Präsens der Norderstedter im richtigen Moment landete der abschließende Ball dann leider genau
aus ca. 18 Metern im rechten oberen Eck unseres Tores zum allerdings bis dahin verdienten 1 : 0 für die Norderstedter. Das bisher vorwiegend von Seiten der Rahlstedter ungewohnte
vermehrt kampfbetonte Spiel bot nun wenigstens ab und zu auch ein paar spielerische Glanzpunkte. Besonders schade für unser Team, dass nach diversen abgewehrten Angriffen ein mustergültig
vorgetragener Konter mit anschließender eins zu eins Situation gegen den Torwart am Norderstedter Strafraum wegen angeblichen Abseits weggepfiffen wurde. Der eigentlich sehr gut
pfeifende Unparteiische musste sich daraufhin dann doch von einigen, sonst äußerst fairen und vor allem ruhigen Außenstehenden beider Parteien Unmutsäußerungen anhören. Alles blieb
aber im emotional erlaubten gesitteten Rahmen. Diese Aktion zeigte aber, dass es auch anders ging und sollte sich als sogenanntes Schlüsselerlebnis
herausstellen. Zur Überraschung aller Beteiligten begann dann nämlich die zweite Hälfte mit einer kämpferischen und spielerischen Drangphase unserer Jungs. Ca. 20 Minuten lang wurde
das Match nicht nur mehr als offen gestaltet, sondern auch tatsächlich der Tabellenführer teilweise in den eigenen Strafraum gedrängt und sich so eindeutig mehr Spielanteile
erarbeitet. Diverse Freistöße, Flanken und Tumulte mit unübersichtlichen Situationen im Norderstedter Strafraum konnten aber leider nicht in ein zu diesem Zeitpunkt längst verdienten
Treffer umgemünzt werden. Bis auf einen Kopfball, den Philip T. nach einer mustergültigen Flanke von Leon leider aus ca. 1 Metern!? nur Millimeter über den Balken setzte,
machte der gegnerische Torwart die Rahlstedter Möglichkeiten alle zunichte. In dieser entscheidenden Spielphase machte sich dann doch leider u. a. das Fehlen unseres Mittelstürmers und von
Eddie bemerkbar! Der Rest des Spieles war ein für die Zuschauer klasse anzusehendes Fußballspiel. Beide technisch hoch versierten Mannschaften agierten nicht nur mit
tollen Spielzügen für die letzten 15 Minuten, sondern auch mit offenem Visier. Während die Rahlstedter am Ende mit Mann gegen Mann in der Abwehr Risiko spielten und so noch einige
gute Konterchancen der Norderstedter hinnehmen mussten, verpufften leider die eigenen gesetzten Angriffe bei am Ende ausgeglichenen Ballbesitz in der gut stehenden und sehr abgeklärten
Viererkette der Mannen um Dominik Fseisi. Einen Riesenanteil am imponierenden Auftreten unserer Truppe hatten an diesem Tag Yannick H. u. Ferris P. Nach abschließendem Vergleich
aller Begegnungen unserer Truppe mit den bisherigen " 95" er Mannschaften lebt E. Norderstedt eben nicht nur von körperlichen Vorteilen, sondern in erster Linie von
technischen bzw. spielerischen Elementen. Schön zu wissen, dass dieser Fußball entsprechend erfolgreich ist und zu Recht nicht nur mit dem Ausbau der Tabellenführung, sondern wohl auch mit
dem Aufstieg in die Regionalliga belohnt wird.
19. November 2009
Auf Einladung des Trainers vom letztjährigen Hamburger Pokalfinalisten und Verbandsligaaufstiegsqualifikanten TSV Wandsetal 1.C, erwarteten die Spieler unserer 2.C gestern eine echte
Bewährungsprobe. Auf einem riesigen Grandplatz bei richtig guten Bedingungen boten beide Teams den Zuschauern ein spannendes Match. Während die Wandsetaler sich vorwiegend auf
Einzelaktionen in Verbindung mit langen Bällen beschränkten, konzentrierten sich die Rahlstedter zumeist auf Ihr gewohntes Kurzpasspiel in Verbindung mit teilweise brillanten Diagonalpässen auf
die anfangs beginnenden 2 Spitzen. So wurden bis zur Halbzeit 3-4 sichere Tormöglichkeiten schön herausgespielt, konnten jedoch (wieso auch….) nicht frühzeitig genutzt werden. Das
dann doch fallende Tor wurde leider erschwerenderweise vom Unparteiischen, der bis dahin eine gute Leistung bot, wegen angeblicher Abseitsstellung nicht gegeben. Sehr fragwürdig, seis drum,
Remis zur Halbzeit, Umstellung auf 3 Spitzen - volles Risiko !!! Die dadurch entstandende Spielverlagerung bzw. Veränderung führte optisch anfangs zu mehr Spielanteilen der gelbblauen
Wandsbeker. Unsere 3 Spitzen operierten nun ständig, wartend auf die entsprechenden Pässe aus dem nun minder besetzten Mittelfeld, rotierend über die Außenpositionen und waren nur schwer zu
stoppen. So war es nur eine Frage der Zeit, wann das 1:0 durch Marco T. , nach toller Vorarbeit durch Lenny und Philip T. und das 2:0 durch Lenny nach ebenfalls sehr schöner
Vorbereitung durch Marko A. und wiederum Philip T. Dieser war es dann auch, nachdem vorher bereits 3-4 mal bei eins gegen eins Situationen der Torwart und/oder die Fledermäuse im
Nachthimmel abgeschossen wurden (wo rohe Kräfte walten… !?), der einen wunderschön getretenen Freistoß zum eigentlich längst verdienten 3:0 unter die Latte setzte. Doch leider hatte auch
diesmal der Mann in schwarz etwas gegen ein solch wunderschönes Tor und gab den eindeutigen Treffer, der weit, weit, für alle sichtbar hinter der Linie aufschlug, erneut gegen die Latte u. dann
erneut aus dem Tor weggeschlagen wurde, wieder nicht. Schade, zumal das bereits den 2ten Treffer (s.o. Abseitsentscheidung) für unseren heute auffälligsten Spieler Philip T. bedeutet
hätte. Ebenfalls endlich wieder in gewohnter Zuverlässigkeit u. Zweikampfstärke der nahezu perfekte Auftritt von Lukas B. , der nicht nur fast alle Löcher stopfte, sondern auch
den bekannt torgefährlichen Konterspieler Sirlord nicht einmal zur Entfaltung kommen ließ und Marko A. , der gegen seinem alten Heimatverein wohl einen seiner bisher stärksten und
wirkungsvollsten Auftritte im Rahlstedter Trikot hatte.